Zwei industrielle Ballungszentren gehen ihren Weg. Verbunden miteinander durch eine unsichtbare Naht der Geschichte, befinden sie sich in einem permanenten Prozess der Veränderung und Umwandlung. Es ändert sich die Architektur, die Landschaft und mit ihren Lebensräumen ändern sich auch die Menschen – einiges geht verloren, vieles bekommt eine neue Form. In den beiden Welten gibt es Parallelen zu entdecken, aber auch reichlich Gegensätze.

Im Hinblick auf eine geplante Ausstellung „Parallelwelten“ ist eine fotografische Auseinandersetzung mit diesem Thema geplant.
Leitlinie für die Entstehung der Farbfotografien ist es ein umfassendes Bild zweier Industriegebiete: Oberschlesiens und des Ruhrgebietes, wiederzugeben. Diese fotografische Serie entsteht in vielen Prozessen: im Prozess der Erinnerung, der Wiederentdeckung, der Erkundung, Beobachtung und Teilnahme.

Die Fotografien haben einen sozialdokumentarischen Charakter, aber vor allem werden in ihnen Geschichten erzählt. Das sind Bilder zum Lesen und zum „Sich-Einfühlen“. Vor der Kulisse der abgebildeten Räume, Orte, (Stadt-)Landschaften entwickeln sich persönliche, gesellschaftliche und universelle Biographien. Die Menschen werden auf den Fotos in ihr Umfeld, in ihre Umgebung eingebettet, wodurch sich eine breitere Perspektive öffnet und der Betrachter einen Anreiz zur Suche nach weiteren Hinweisen bekommt. Diese Lebensräume – oder „Räume zum Leben“ – strahlen eine sichtbare Energie aus. Sie sind mit Symbolen und Zeichen gefüllt, die - wie Puzzleteile - von dem Fotografen zu einer Ganzheit aufgespürt werden.

 

Bild Probedruck "Angler"

Bild Probedruck "Warten auf Kohle"

Bild Probedruck "Koksbrenner"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 © Copyright by Martin Janczek

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